Kaffee, Code und Katzen: Wie viel Freiheit steckt im Unternehmertum?

Podcast-Cover zu Folge 12 von distriko Perspektiven: „Kaffee, Code und Katzen“ mit Gast Christian Häfner, links im Porträt.

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Hinweis: Dieses Transkript wurde für eine bessere Lesbarkeit behutsam redaktionell überarbeitet. Die inhaltlichen Aussagen und die Reihenfolge des Gesprächs wurden beibehalten.

Einführung und distriko Wertekompass (00:02)

So, herzlich willkommen zur heutigen Podcast-Episode von dem distriko Perspektiven Podcast. Und die Podcast-Episode heißt „Kaffee, Code und Katzen. Wie viel Freiheit steckt im Unternehmertum?“ Und genau, das hat was mit den vielen Dingen zu tun, die der, wie ich denke, viel Beschäftigte Unternehmer Christian Häfner so mitbringt und ich habe ihn eingeladen und er hat die Einladung freundlicherweise angenommen. Christian ist der Gründer von Happy Coffee und hat daraufhin auch noch ein Rechnungstool namens Rechnungskit gebaut. Hat, soweit ich richtig recherchiert habe, schon einmal früher was mit FastBill zu tun gehabt und hat da auch was mitgegründet und er verbindet Ortsunabhängiges Arbeiten mit Reisen und mit und zusätzlich hat er auch noch Engagement für Tiere und ein Herz für Tiere und das sind alles Dinge, da könnte man wahrscheinlich pro Thema eine eigene Episode aufnehmen, da hätten wir denke ich genügend Gesprächsstoff. Ja, Christian, ich freue mich, dass du hier bist. ja, ganz gerne. Bevor wir in diese einzelnen kleinen vielen Punkte mal reingehen, würde ich nur noch ganz kurz auch wieder unseren distriko Wertekompass erwähnen wollen.

Vielen Dank für die Einladung.

Da stehen nur so paar Themen drin, wie es uns persönlich wichtig ist, wie wir mit Menschen umgehen möchten. Wir möchten also im Prinzip eine Gleichberechtigung schaffen. Sollte hier hinterher bei den Zuhörerinnen und Zuhörern jemand gegebenenfalls sich nicht richtig abgebildet fühlen oder auch irgendwelche Fragen haben, dann einfach an podcast@distriko.de eine kurze E-Mail schreiben. Und dann können wir auf jeden Fall Rede und Antwort stehen.

Wir sind aber ganz harmlose Leute und ganz friedlich. Christian, denke, das spreche ich auch für dich. Ja, genau. Christian, stell dich doch ganz kurz vor und sag mal ganz kurz was zu deiner Person, wenn du möchtest.

Christian Häfners Weg von FastBill zu Happy Coffee und Rechnungskit (02:06)

Ja, sehr gerne. erst noch mal vielen Dank für die Einladung. Das freut mich total, dass ich heute hier sein darf. Der Titel des Podcasts ist übrigens, ich glaube, der beste, den ich je hatte. Also das war für mich ein absoluter No-Brainer, als ich das wahrgenommen habe, gesagt, ja, das ist eine schöne Zusammenfassung. Meine Frau hat auch nur geschmunzelt. Also ich bin Christian Häfner und ich bin seit 2011 eigentlich Vollzeitgründer, wenn man so will. Ich hatte davor nur eine kurze Zeit von zweieinhalb Jahren mal irgendwo einen richtigen Job in einem Konzern in Hamburg.

Und habe damals dann 2011 FastBill mitgegründet. ist eine Buchhaltungssoftware für Freelancer. Damals war unser Wettbewerb noch Word und Excel eher. Das waren die ersten Schritte im Online-SaaS-Business und das hat auch eigentlich ganz gut funktioniert. Ich bin da 2018 raus und habe parallel vorher schon Happy Coffee als E-Commerce-Business mitgegründet.

Weil ich irgendwie mal ein Produkt wollte, was ich meiner Familie auch einfacher erklären kann. Die haben vorher immer gedacht, was macht der eigentlich den ganzen Tag im Internet, Kaffee war auf jeden Fall einfacher zu erklären. Ist halt ein physisches Produkt. Damit kommen auch andere Anforderungen einher. Und daraus erwachsen ist jetzt auch in den letzten Monaten, kann man sagen, mein nächstes SaaS-Start-up, wo sich der Kreis quasi wieder schließt und ich jetzt mit Rechnungskit zurück in der Buchhaltungswelt bin.

Allerdings diesmal nicht für Freelancer, sondern eben für alles, was automatisiert Transaktionen abwickelt. Also E-Commerce ist ein klassischer Fall. SaaS ist ein klassischer Fall. Aber auch Leute, die zum Beispiel Online-Kurse verkaufen wollen und das irgendwie automatisch geht. Genau. Und das habe ich sozusagen ausgegründet aus Happy Coffee. Mittlerweile fühle ich mich als Entwickler, wobei man das ja in der Welt gar nicht mehr so sagen darf. so. Vibe Coding finde ich auch das falsche Wort. Aber ich habe halt mit KI gelernt und dann hat irgendwie KI man selber gecodet. Also ja, ich weiß auch nicht, wie man es jetzt heute eigentlich richtig benennt, aber ja, das mache ich und zwischendurch reise ich viel und pass auf Katzen auf.

Finde ich sehr stark. Zu dem Thema Vibe Coding übrigens, für diejenigen, die es noch nicht gesehen haben, es gibt da eine eigene Episode. Ich hatte da auch eine Gast, eine freundliche Person, mit der ich mich auch über das Thema Vibe Coding so bisschen unterhalten habe. Das ist nur so am Rande. Man kann das nicht verallgemeinern. Ich glaube auch, um die Unterstützung kommt heute kaum jemand herum.

Ineffizient, wenn er das nicht sich zu Nutze macht in irgendeiner Art und Weise und welches Setup dann, welches Stack dann für wen die richtige Methode ist. das würde jetzt vielleicht an der Anfangsstelle so ein bisschen zu tief reinführen, würde ich mal vorsichtig sagen. also möchte ich auch nicht jetzt drüber hinweg rennen, sondern ich hatte halt einfach, versuche einfach so ein bisschen die einzelnen Themen, die du ja schon kurz angeschnitten hast, so ein bisschen systematisch durchzuarbeiten von meiner Perspektive aus, weil Das ist zum Beispiel auch wieder eine solche Folge heute. hatten vorher ausschließlich virtuellen Social Media Kontakt und sonst kennen wir uns nicht und machen im Prinzip hier so einen Podcast Blind Date und deswegen ist es besonders spannend auch letztendlich. Und das finde ich gut, dass du auch zu so einer Sache bereit bist, einfach mitmachst. Das finde ich cool.

Absolut gerne.

Housesitting und ortsunabhängiges Arbeiten (05:27)

Genau, also jetzt hast du gerade schon was zu den einzelnen Themen gesagt. Lass uns doch mal bei diesem allgemeinen Housesitting-Thema in einem Satz anfangen. Also wie sieht denn da so ein Arbeitstag aus, wenn du jetzt als Housesitting-Mensch auf ein fremdes Gebäude aufpasst, auf ein Haus aufpasst von jemand anderen und dort eben die alltäglichen Dinge dich kümmerst?

Also es ist eigentlich dieses Housesitting, das machen wir seit ungefähr zwei Jahren. Man muss vielleicht kurz vorher noch dazusagen, dass ich schon seit Prinzip 2011 bin ich digitaler Nomade. Damals kam das als Begriff hoch und dann haben wir da auch bei FastBill damals die Welle gut mitgeritten und haben das vorgelebt. Bin dann auch auf Weltreise gegangen und habe immer von unterwegs gearbeitet. Dieses Bild, wo Menschen immer dieses Bild von einem Gründer im Kopf hatten, der dann am Tisch sitzt oder am Schreibtisch sitzt, der wiederum auf einem Strandabschnitt irgendwo steht, wo die Sonne drauf scheint. Das ist das, was man gut verkaufen konnte auf Marketing-Level, aber das ist halt in der Praxis ein bisschen schwierig gewesen. Heute wohne ich jetzt wieder fest in Deutschland, habe hier meine Wohnung in Flensburg und wohne hier mit meiner Frau zusammen. Aber was wir halt super gerne immer noch machen, ist halt, reisen im Van und der Grund dafür ist, dass wir gerne surfen.

Das heißt, als Surfer musst du immer super flexibel sein, musst du den Wellen hinterherfahren können, weil die Natur halt das macht, was sie macht. Und du kannst dich da als Surfer immer nur dem fügen quasi, hast keine Chance, das mitzugestalten. damit wir aber eben nicht immer nur dauerhaft im Van sitzen, haben wir halt irgendwann dieses Housesitting vor zwei Jahren entdeckt. Das ist eine Plattform, die ich auch gerne empfehle, die heißt trustedhousesitters.com. Da kannst du dich bewerben oder erstmal mit einem Profil anlegen und kann sich dann bewerben auf Sits, die ausgeschrieben werden und das sind meistens halt Menschen, die selber Haustiere haben, aber halt irgendwie mal eine Weile weg wollen. Ob das jetzt Urlaub ist, ob das Familienbesuche ist, ob das irgendwas ist und manchmal ist es nur ein Wochenende, manchmal ist es eine Woche, manchmal zwei, manchmal noch länger und man weiß immer vorher, was man bekommt und was man kriegt und spricht auch vorher mit den Leuten und hat WhatsApp-Kontakt und Videotelefon-Date und das Coole ist…

Man zahlt halt nichts für diesen Sit. Also du zahlst halt eine Gebühr für die Plattform. Ich glaube, das sind 120 Euro oder so im Jahr. Aber wenn dieser Match dann einmal zustande gekommen ist, fahren wir da im Prinzip hin. Wir sind ja flexibel, weil wir einen Van haben und lernen uns kennen und übernehmen Haus und Tiere, passen dann auf die Tiere auf. Wir füttern die. Manche brauchen Medikamente und gehen zwischendurch dann natürlich surfen oder die Stadt erkunden, je nachdem, wo wir gerade sind.

Und schicken den Haus, den Besitzern täglich ein, zwei Updates, wie sie das möchten, und kümmern uns die Katzen. Und für uns ist das Großartigste, nicht nur, weil es nichts kostet, auch, wir so bisschen, vor allem meine Frau, ihren Katzenfix bekommt. Sie ist ein riesengroßer Katzenfan, aber unser Lifestyle erlaubt es nicht, so eigene Haustiere zu haben. Deswegen ist es für uns einfach die beste Option. Unser Tag sieht aus am Ende wie hier Deutschland auch.

Ich sitze morgens halt wieder am Schreibtisch, mache so mein Ding und dann nachmittags machen wir was anderes, was schönes. Gucken uns die Stadt an oder gehen surfen oder… Kaffee trinken oder ich arbeite einfach weiter. Also wenn schlechtes Wetter ist, ich ja auch nicht so tun, als wenn ich Tourist werde. Lebe ich einfach mein Leben, so wie ich normal lebe, aber halt an einem anderen Ort. Und ich glaube, das ist so ein bisschen der Nenner, der sich für mich in meiner Art des Arbeitens etabliert hat.

Bin immer ortsunabhängig, selbst wenn ich zu Hause bin. Deswegen ist das für mich jetzt keine besondere Situation woanders zu sein, außer dass ich woanders bin, in einer Gegend, die ich nicht kenne. Aber ansonsten versuche ich auch im Van immer, meinen Rhythmus so bisschen beizubehalten, wohl wissend, dass ich immer flexibel sein muss und will. Und das klappt eigentlich auch ganz gut.

Das eine wirkliche Perspektive, kann ich so sagen. Also Respekt und Anerkennung, dass du das umsetzt seit Jahren. Ich habe da wirklich, wie gesagt, mal großen Respekt davor. Zumal, weil ich auch weiß, wie es ist, wenn man so diese Hauptperson ist und gegebenenfalls auch letztendlich auf mehreren Abteilungen, wenn man es jetzt mal unternehmensmäßig vergleichen würde, irgendwie in der Lage sein muss zu switchen und dann eben auch viele Sachen abzudecken und so weiter. Und da ist sicherlich auch nochmal die räumliche Umgebung.

Fängt schon mit der entsprechenden stabilen Internetverbindung an, dass ich das vorher managen und dass ich irgendwie remote auch super stabil dort auf alles Zugriff habe. Gut, aber da hast du ja gegebenenfalls vermutlich schon die entsprechende langjährige Erfahrung auch, wie man sieht.

Unternehmen aufbauen, die ohne ständige Anwesenheit funktionieren (10:18)

Ja, Zweifel fährst halt weiter, wenn das Internet schlecht ist und wenn ich mit einem Van irgendwo stehe. Also entweder schlucke ich den Drops und sag dann, okay, dann haben wir heute Abend kein Internet. Das ist auch mal okay für eine Nacht, aber in der Regel fahren wir einfach dann die Ecke und mit Vans sind wir ja typischerweise in Europa unterwegs und wenn ich auf irgendwelchen verlassenen schottischen Inseln bin, da kann das schon mal sein, dass es irgendwo schlechten Empfang gibt. ja, was ist das Schlimmste, was passieren kann?

Wenn das nachts zusammenfällt, kann ich wahrscheinlich auch nichts tun. Aber die Idee ist, dass das Business immer laufen muss, auch ohne dass ich selber davor sitze vor dem Bildschirm. Ich bin ja kein Dienstleister, sondern bin ja jemand, der ein System aufbaut, ein Produkt aufbaut, was im allerbesten Fall 100 % ohne mich läuft.

Die einzigen Male, wo ich noch dazwischen funken muss, ist entweder Feuer zu löschen, wenn wirklich mal irgendwas kaputt geht, ein Ausfall ist, irgendwas passiert ist und unvorhergesehen ist, oder wenn ich was aufbauen will, wenn ich Funktionen, solche, die man an Software hinzufügen will oder so weiter. Das Business im Kern funktioniert aber immer ohne mich. Das ist immer mein Anspruch gewesen. Ich glaube, nur so kann ich auch entsprechend die Ruhe bewahren und mich bewegen, ohne ständig vorm Computer sitzen zu müssen.

Da spielt uns ja die KI jetzt gerade auch komplett in die Karten. Im Prinzip muss ich halt gucken, dass die Agents was zu tun haben. Dann stelle ich den Computer auf den Tisch und dann fahre ich halt irgendwo hin und wenn ich fertig angekommen bin, dann ist im Prinzip die Aufgabe fertig umgesetzt vom Agent. Das macht es halt wirklich noch mal viel einfacher jetzt.

Ja.

Happy Coffee: Gründungsidee, Qualität und fairer Handel (12:01)

Das unterscheidet uns sicherlich in einem großen Maße. Ganz soweit bin ich an der Stelle noch nicht, aber das wollen wir auch nicht so in Detail heute zerpflücken, wer da jetzt genau welches Tool wie umsetzt, sondern mir war es wichtig, dass ich dich so einfach als vielseitige Person, wie ich dich im virtuellen Bereich wahrgenommen habe.

Hier mal in diesem Podcast bekomme, weil ich glaube, da stecken eine ganze Menge Dinge drin, die einfach eine Perspektive sind, weil bei den Dingen, die wir einfach auch alle momentan mit Ups und Downs irgendwie seit der Corona-Pandemie zu spüren bekommen in der Welt. Und vielleicht auch nochmal da eine schöne Überleitung zu dem Kaffeethema, weil das ist ja das eigentliche Business, was du hauptberuflich betrieben hast, bevor dieses Rechnungsthema eben dazu kam. So und da vielleicht nochmal so diese diesen persönlichen Antrieb, diese Idee dahinter, wie ist die entstanden und wie hängt auch dieser Direkthandel und auch diese ganzen Fair-Trade-Geschichten und sowas einfach miteinander zusammen. Vielleicht kannst du auch noch so ein bisschen aus der Kombination aus Qualität und aus diesem Direkthandel und aus diesen fairen Bedingungen so ein bisschen einen kleinen Einblick gewähren, auch wie letztendlich so diese ganze, ja, auf der einen Seite Wirtschaftlichkeit, aber auf der anderen Seite auch diese Werte dort reinpassen.

Ja, super gerne. Also Happy Coffee ist echt eine sehr, sehr alte Geschichte schon, man möchte. Ich habe ja gesagt, FastBill war damals so mein, Start-up, was ich mitgegründet habe, da habe ich dann den René, meinen Mitgründer, wie kennengelernt, über Umstände und dann hatten wir halt das Ding zusammen aufgebaut. Aber ich habe auch gelernt, dass es super schwierig ist, ein SaaS-Business aufzubauen, weil wir haben damals irgendwie fünf Euro, glaube ich, pro Monat pro Kunde verdient und bis man da zu zweit leben kann, dauert es halt ein bisschen.

Und das geht ja nicht so super easy. Das ist eine ähnliche Challenge, die wir heute auch wieder haben oder die ich jetzt auch habe. Und Happy Coffee hatte ich dazwischen gegründet, weil ich einfach total Lust hatte auf ein physisches Produkt, aber gleichzeitig auch irgendwie was machen wollte, was man nach FastBill, was ein sehr erklärungsbedürftiges Produkt war. Ich wollte was haben, was super einfach ist, was ich der Welt nicht erklären muss, was auch ein Verbrauchsgut ist, dass da Leute immer wieder kaufen, wenn es ihnen gefällt, wo die Hürde aber auch jetzt nicht so riesengroß ist.

Dann hatte ich noch paar ökonomische Anforderungen, in so Bereich 40, 50, 60 Euro liegt, so ein Warenkorb. Dann bin ich da ehrlich gesagt relativ strategisch erst mal rangegangen und habe geschaut, was gibt es denn für Produkte, die ich verkaufen könnte als E-Commerce-Produkte, die in dieses Schema passen. Dieses Schema hatte ich damals bekommen, nachdem ich Die 4-Stunden-Woche von Tim Ferriss gelesen habe. Das war eins dieser…

Frühen Gründerbücher, wo ich dachte, mir ging es nie darum, wenig zu arbeiten, aber was der halt in diesem Buch deutlich gemacht hat, ist zu sagen, du brauchst halt ein System, was halt bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss, damit es so funktioniert, dass du theoretisch super wenig arbeiten musst. Und jetzt, weiß ich nicht, 15 Jahre später, ich sagen, hat funktioniert auf jeden Fall. Und ich bin dann halt irgendwie bei Kaffee hängen geblieben. Ich hätte auch Tee machen können.

Hatte Zigarren damals noch auf der Liste, aber das war dann auch schnell abgewählt. Nahrungsergänzungsmittel, weiß ich nicht, man kann ja alles möglich heute machen. Also ein Verbrauchsgut, was Leute grundsätzlich kennen, wo aber sie doch in der Lage sind, eine gewisse Markenloyalität aufzubauen, wo es zumindest eine gewisse Art von Differenzierung im Produkt gibt im Vergleich zu anderen. Ich habe jetzt ja auch Kaffee nicht erfunden.

Und dieses Thema Nachhaltigkeit war mir persönlich schon immer ein wichtiges. Ich bin jetzt niemand, der im Konsum lebt groß. Mir ist auch persönlich Besitz oder finanzielles, materielles ist mir persönlich jetzt nicht so wichtig. War es mir noch nie so wirklich. Und ich wollte einfach irgendwie was richtig machen. Ich hatte immer einen Anspruch an Qualität, egal was ich tue. wollte immer, dass es ein gutes Produkt ist, dass es eben nicht so dieses…

AliExpress Erlebnis ist, was man halt so bei Temu bekommt, sondern ich wollte es halt richtig machen. Und ja, bei Kaffee hieß es halt für mich. Lass uns erst mal verstehen, wie der Markt funktioniert, wo der Kaffee herkommt, wer die Leute sind, die da im Ursprung mitmachen, was die eigentlich davon haben oder auch nicht in dieser klassischen Industrie-Kaffee-Welt. Und das habe ich halt im Prinzip gestartet, indem ich erst mal einen Blog damals gestartet habe. Ich die Domain HappyCoffee.org habe ich 20.

Ja.

2008 gekauft und dann auch erst mal die ersten Jahre so einen Blog halt gemacht. damals war das halt so. Ich habe immer erst mal gedacht, wenn du online was machen willst, dann kaufst du erst mal einen Blog, irgendwie ein Domain, machst einen Blog da drauf und versuchst halt irgendwie das SEO-Traffic aufzubauen. Und wenn der dann groß genug ist, dann kann ich mir überlegen, was ich damit mache. Dann erst überlege ich mir, mache ich ein Produkt, was für ein Produkt, wie soll es funktionieren. Das habe ich mit ein paar anderen Domains auch gemacht, mit LSWW.

Hm.

Was heute so Tech-Blog ist, den ich gerade im Moment nicht so aktiv befülle. Mehr davon, ein Surf- und Travel-Blog. Es waren immer erst mal Blogs und dann haben wir überlegt, was machen wir eigentlich damit, wenn wir Traffic haben, wenn die Marke erst mal da ist. Bei Happy Coffee ist es halt ein Business geworden, in dem wir Kaffee verkaufen. Eben guten Kaffee. Da habe ich mich auch lange Zeit mit Röstern ausgetauscht in Deutschland und gelernt erst mal, wie das funktioniert und wo der Unterschied zwischen einem Supermarkt-Kaffee und einem hochwertigen Kaffee ist, wie wir ihn machen. Und dann aber auch recht schnell verstanden, dass ein Supermarkt-Kaffee und ein Happy Coffee oder ein Specialty Coffee im Allgemeinen völlig unterschiedliche Marktsegmente sind. Auch unterschiedliche Zielgruppen haben, komplett unterschiedliche Preisklassen sind. Und wenn es halt heute jemanden gibt, der dann sagt, hier bei Aldi gibt es aber irgendwie das Kilo für 12 Euro im Angebot, warum kostet dein Kaffee 35 Euro?

Das ist keine Diskussion, in die ich einsteigen kann an der Stelle. Wer da nicht selber ist, da ist es dann auch schwierig, jetzt aus Marketing-Sicht zu erklären, warum jetzt der Preis, also warum die Rechnung bei einem Supermarkt-Kaffee nicht aufgehen kann. Weil offensichtlich ist dem Menschen, das kauft, dem ist der Preis wichtig. Und deswegen ist alles, was dahinter kommt, schwierig erst mal zu erklären. Aber es gibt eine große Zielgruppe von Menschen, die haben halt…

Mh-mh. Nein.

Durchaus so ein Bewusstsein, ist auch größer geworden, diese Gruppe. Und das sind halt auch typischerweise Menschen, am Wochenmarkt einkaufen, lokal einkaufen, sich auf Bio-Siegel und so weiter stützen. Und für solche Menschen bin ich dann auch gerne bereit, in Richtung Marketing was zu machen und zu schauen, dass wir unsere Botschaft dahingetragen bekommen. Und das hat sich ganz gut entwickelt über die letzten Jahre. Und Kaffee, sagte ich ja eben schon, ist ein Produkt, wo man eine große Loyalität auch entwickeln kann. Das heißt, haben jetzt Kunden, die sind bestimmt schon zehn Jahre dabei, die immer wieder ein Abo kaufen. Das war naheliegend, dass wir ein Abo einführen. ja, so hat sich das irgendwie bis heute dann etabliert. Aber glaube, Kaffee habe ich angefangen, 2015 zu verkaufen. 2016 hatte meine Frau dann ihren Job gekündigt. Die konnte dann sozusagen davon schon leben. 2018 bin ich raus bei FastBill. Dann haben wir beide von Happy Coffee gelebt.

Und seitdem leben wir jetzt eigentlich vom Kaffee, das jetzt auch schon acht Jahre her. Aber ich habe die Zeit genutzt, jetzt mittlerweile, wo das Business weitgehend automatisch läuft, viel mit KI und Programmieren zu lernen und jetzt unter anderem dann halt Rechnungskit zu bauen.

Genial, wirklich. Sicherlich sind da Höhen und Tiefen dabei. Auch wenn das sich erst mal nach so einem Fahrplan anhört, der vermeintlich geradlinig ist, glaube ich, war das bestimmt auch nicht. Das ist bestimmt auch…

Gründungserfahrungen teilen und Informationen hinterfragen (20:04)

Niemals. Aber das gehört zum Unternehmer sein dazu. gibt halt Stolpersteine, die kann man vielleicht vermeiden, wenn man sich teilweise mit den Sachen beschäftigt. Ich bin erstaunt, wie naiv manche Gründer heute an Sachen rangehen, dass sie überrascht davon sind, dass das Finanzamt irgendwann Steuern haben will. Das kann ich nicht so richtig nachvollziehen.

Ja, das ist schade, das stimmt ja, das ist leider schade.

Das war übrigens auch eine Motivation, warum ich Let’s See What Works als Blog damals gegründet habe. Weil ich halt immer sagen wollte, es gibt Sachen, die kann man vermeiden, wenn man sie denn einmal vorher schon erlebt hat. Und es gab aus meiner Sicht halt zu wenig Praxiserfahrungsblogs oder Podcasts damals. Und dann wollte ich immer mit gutem Beispiel vorangehen und sagen, okay, ich habe Erfahrungen gemacht, ich teile die mal, mach damit, was ihr wollt und lernt irgendwie da raus.

Das ist eigentlich ein on-going-Thema. Jeder muss schauen, wie er sich bildet. Und heute gibt es ja mit LinkedIn und YouTube und was auch immer gibt es echt einen Haufen Möglichkeiten, sich zu bilden. Was davon jetzt immer die Wahrheit ist und was nicht, muss man dann vielleicht auch noch mal einen Skill entwickeln, da selektiver ranzugehen. Aber ich glaube, so funktioniert es. Höhen und Tiefen gehören dazu.

Das stimmt.

Das.

Das ist ein spannender Punkt, den du gerade ansprichst. Die Richtigkeit und auch die Qualität dahin. glaube, dass da auch genau die KI momentan letztendlich den Leuten das Genick bricht, die eben Dinge vielleicht auf irgendwelchen stark frequentierten Blogs erzählt haben, von denen, sie vermeintliche Ahnung haben und in Wirklichkeit haben sie es vielleicht gar nicht. Und genau das ist das, wo ich auch tatsächlich organisch sagen kann, wenn man jetzt noch von Conversion in dem klassischen Stil spricht.

Dass das tatsächlich auch diese Evergreen-Content oder Dinge, die man längerfristig einfach publiziert hat oder wo man auch im Prinzip jetzt schon fünf Jahre zurückblickend auf Dinge zurückblicken kann oder auch digital das nachweisen kann, dass die eben nicht schnell gevibe-coded oder irgendwie mit einem KI-Prompt ausgespuckt sind, übertrieben gesagt, dass das auch die der Value ist, den man hat. Und da hast du natürlich, wenn du auf verschiedenen Themen lange unterwegs bist, ein breites Spektrum, worauf du zurückgreifen kannst. Und das gönn ich dir. Und das hat sich sicherlich nicht über Nacht von alleine gebildet, sondern so was macht eine Schweinearbeit. Ich weiß, wie das ist. Ich hab wirklich auch über Jahre hinweg selber das genau bei uns ähnlich betrieben und hab halt eben über dieses Barrierefreiheitsthema einfach, weil es für mich genau auch ein ähnlicher Gründungsgrund war, dass ich einfach was Sinnvolles machen wollte. Und auch ich hab halt vorher auch im Vertrieb teilweise im industriellen Segmentprodukte vermarktet, die eben gerade dran waren. vielleicht ob die jetzt den riesengroßen, also das waren keine Nonsenssachen, also verstehe ich nicht falsch. Ich habe schon technisch da auch anspruchsvolle Sachen gemacht, aber von der Nachhaltigkeit her und so weiter und dieses Barrierefreiheitsthema kam halt vor fünf, sechs Jahren irgendwann auf und als wir uns da mit einem Gründen beschäftigt haben, war das einfach ein frühzeitiges Thema und

Rechnungskit: Vom eigenen Bedarf zur Rechnungsautomatisierung (23:10)

Ich habe genau das gemacht und habe mir diese Dinge angeeignet selber und auch Dinge, die ich nicht wusste, irgendwie dann niedergeschrieben und habe das für andere gemacht und genauso ähnliches war da auch angegangen. jetzt lass uns mal, genau, jetzt lass uns mal von diesem Thema zu unserer Überschneidung, diesem Rechnungsthema kommen. Also du hast dieses Rechnungskit aus deinem Kaffee-Business herausgebaut und ich habe HSDSYNC aus unserem ja, Online-Marketing und Webdesign Business gemacht. Auch das ist halt eben so bisschen der Grund, ich dich auch so bisschen einfach auf dem Schirm habe und mir auch einfach mich inspirieren lasse, davon was du so treibst. Und genau, also es geht dabei ja generell E-Rechnungen, die sind ja nun mal seit geraumer Zeit auf dem Radar und auch in Kürze, je nach Umsatzgröße verpflichtend für Unternehmen in Europa. Und genau, also…

Vielleicht so eine kurze Überleitung. hast auf dem einen hast du also erst hast du diese Erfahrung bei FastBill gehabt, dann hast du das Problem seitens Happy Coffee als Auslöser so ein bisschen genommen und hast dann diese Software gebaut. Also hast du die erst für dich selber gebaut, deine eigene Buchhaltung damit zu managen und die dann angefangen zu kommerzialisieren. Richtig?

Im Prinzip war das so. habe gesagt, ich die letzten zwei, zweieinhalb Jahre KI entwickeln gelernt. Also erst entwickeln mit KI und mittlerweile entwickelt die KI. Und habe Happy Coffee komplett neu gebaut, ganze Shop-System. Und der Grund war auch hier, ich war nicht mehr zufrieden mit den Lösungen, es sogar gab. Und ein Thema war halt eben dieses Rechnungsthema und das, was wir eben hatten, die Fähigkeit mal zu hinterfragen, was ist denn das eigentlich, was ich da machen muss.

Was sagen die Gesetze? Was will der Steuerberater? Was ist meine Pflicht als Unternehmer? Und zwar über den Schritt hinaus, wo man jetzt heute ChatGPT fragt und sagt, hier ist das richtig, was ich tue. Ich habe mich da einfach ziemlich reingefressen in das Thema und habe gesagt, gut, ich baue jetzt hier die beste Lösung für mich erst mal und für meine Steuerberaterin. Die hatte mich auch für verrückt erklärt, als ich ihr gesagt habe, ich mache das jetzt. Und ein Grund, warum ich das gemacht habe, war…

Ich habe mir den Markt angeschaut und habe gesehen, es gibt im Prinzip zwei grobe Bereiche. Die einen sind die, Rechnungen erstellen. Vorher waren das klassische PDF-Dokumente, die einfach erzeugt wurden. Und dann war das Thema aber an der Stelle abgehakt und fertig. Es gibt Millionen Apps, die das machen.

Und dann, und das fand ich den viel spannenderen Teil, gab es eine Art, einen Markt, der sich um nichts anderes kümmert, als Daten für den Steuerberater aufzuräumen. Aufzubereiten, was vorher passiert ist, inklusive Rechnungsdaten, Zahlungsdaten, Bestelldaten, das irgendwie in eine Form zu bringen, sodass der Steuerberater sagt, okay, danke, habe ich verstanden.

Auch hier gibt es nicht die eine Wahrheit, sondern es gibt einen Übergang. Es gibt Steuerberater, die buchen basierend auf Belegen. Die kriegen von ihren Mandanten 1000 Belege im Monat zugeschickt, dann laden die bei DATEV hoch und gehen dann jeden Einzelnen durch und versuchen zu verstehen, was da drauf ist und den steuerlichen Sachverhalt zu hinterlegen. Dann gibt es auch moderne Ansätze schon, Steuerberater wollen im Prinzip nur noch einen Buchungsstapel, wo drin steht.

Pro Zeile, da ist Geld von da nach da geflossen, das ist der steuerliche Sachverhalt, Umsatz 19 Prozent, Deutschland fertig. So und das Ding ist, warum ich da Rechnungskit gegründet habe, war, aus meiner Sicht gab es halt noch keine Lösung, die jetzt von ganz vorne von der Zahlung an das Problem schon löst, indem es einmal sauber abbildet. Hier ist eine Zahlung. Was ist das für eine Bestellung, die dazu gehört?

Was ist das für ein steuerlicher Sachverhalt? Wenn all das klar ist, wird alles geprüft und so weiter, dann erstellen wir eine Rechnung, dann archivieren wir die, so wie das Gesetz das erfordert, nach GoBD. Und wenn das passiert ist, dann haben wir automatisch auch einen total sauberen Buchhaltungsdatensatz da, weil all die Fragen, die der Steuerberater hat, die haben wir vorher schon geklärt. Und dann können wir ihm auch ganz easy einen DATEV-Export zum Beispiel bereitstellen. Und das heißt, es gibt

Ja.

Stimmt.

Kein Bedarf mehr für dieses Aufräumthema hinten. Ich habe diesen Markt nicht verstanden, warum es den geben muss, wenn man vorne einmal sauber arbeitet. Das war im Prinzip meine Idee. Payment first. Das habe ich für mich gebaut, hat gut funktioniert. Steuerberaterin war begeistert. Dann habe ich gesagt, weil mich die ersten Leute angesprochen haben, hier kann ich das auch haben. Dann habe ich im November 2025, also letztes Jahr habe ich die Domain-Rechnungskit.de gekauft, weil ich schon mal die Idee in meinem Kopf reserviert habe. Auch wieder so die Idee. Vielleicht mache ich damit was, vielleicht nicht. Hab dann die Domain gekauft. Ich glaube im Juni habe ich das erste Mal mich mit Cloud Design hingesetzt und mal so ein Konzept designt, entworfen, erste Screens gemacht. Dann habe ich zwei Monate lang 24 Stunden am Tag gefühlt gecodet. Dann war ein Prototyp live. Dann habe ich Mitte September habe ich die Türen aufgemacht. Jeder kann sich jetzt selbst registrieren. Vorher war Kurzzeit-Warteliste und jetzt ist das Ding live. Wir sind jetzt fünf Monate drin, sieben Wochen nach Go Live. Ich habe jetzt schon die ersten zahlenden Kunden damit drauf, was super ist. Also Probleme sind bei vielen auch erkannt und die suchen eine Lösung wie meine. Aber gleichzeitig gibt es auch hier wieder den Markt, bisschen wie bei einem Kaffee.

Problem halt noch nicht erlebt und deswegen auch noch nicht verstanden, dass es da jetzt einen Bedarf gibt. Und das liegt jetzt wiederum an mir, am Marketing das richtig zu kommunizieren, aufzubereiten und zu sagen, hey Leute, wenn ihr euch jetzt schon um eine gute Lösung kümmert, dann habt ihr nächstes Jahr den Stress nicht, den der Steuerberater oder noch schlimmer, der Steuerprüfer dann verursacht, wenn er bei euch mal nachguckt, was ihr da eigentlich so gemacht habt. Genau, das ist halt die Idee von Rechnungskit und warum ich auch denke, das ist eine sinnvolle Lösung für viele ist.

HSDSYNC, Positionierung und Marketing für erklärungsbedürftige Produkte (29:24)

Auf jeden Fall. Wenn das nicht so wäre, würde ich mich dafür nicht interessieren. Also ich denke definitiv, dass es ein breites Marktsegment ist, was du da auf jeden Fall ansprechen kannst. Das ist, wenn man unsere beiden Produkte vergleicht, dein Wettbewerbsvorteil. Wir haben uns halt ganz gezielt eine Strecke zwischen HubSpot, Stripe und DATEV ausgesucht, weil Genau das war der Painpoint. Die Schmerzen, die man, wie du es beschrieben hast, selber hatte, Dass man mit wilden CSV-Dateien händisch Daten aus drei verschiedenen Oberflächen zusammensammelt. Das ist nervig und unnötig und unproduktiv. Und gerade mit wenig Personal möchte ich die Zeit nicht investieren, Excel-Tabellen zu pflegen. Das ist alles andere als das, was ich gerne mache.

Genau aus dieser ähnlichen Anwendung heraus und auch von dem Nutzen her haben wir das aufgepröselt und angegangen. ja, also aber es ist, wie du es gerade sagst, definitiv erklärungsbedürftig und es ist also auch, wie soll ich sagen, die Anwendung dafür, die wird gebraucht. Das ist Fakt. Aber es ist jetzt nicht so, dass uns die Leute dann die Türe irgendwie einrennen. Das muss man ganz klar sagen. Also man muss das wirklich proaktiv irgendwie auch richtig positionieren und sich halt natürlich auch dort einen cleveren Weg suchen, wie man an der richtigen Stelle

Ja.

Bei den Leuten irgendwie auf dem Radar ist, definitiv. Das ist so, aber…

Glaube, das ist auch Marketing. Das muss man als Gründer, egal was man verkauft, man muss halt die Kommunikation einfach wirklich hoch priorisieren. Wenn das Produkt steht und es funktioniert grundsätzlich erstmal, dann würde ich sagen, mach 80 Prozent oder mehr Marketing und erklär den Leuten, warum sie das brauchen. Und man darf sich halt nicht zu sehr im Produkt verlieren, glaube ich. Man darf das auch jetzt nicht machen, aber so dieser MVP muss erstmal irgendwie, wenn der steht und der ist ja heutzutage in ein paar Wochen fertig.

Ja, ist so.

Ja.

So dann muss eigentlich der Fokus voll und ganz auf Marketing sein. Podcast machen zum Beispiel. Ja, ja.

Podcasts machen zum Beispiel und sich über E-Rechnungen unterhalten im November 26, wenn das Pflicht wird, bald. genau. Gucken wir mal, was es sowohl dir als auch mir bringt und wie uns da und unsere Aktivitäten sich gegenseitig vielleicht ein bisschen befruchten. Das möchte ich natürlich dir auch ermöglichen. Darum geht es hier. Wir sind hier nicht alleine nur, weil wir Smalltalken, sondern natürlich geht es auch ums Business und wir wollen natürlich auch alle davon leben können, aber …

Absolut.

Happy Street Cats: Digitale Unterstützung für Straßenkatzen (31:44)

Es gönnt halt auch jeder irgendwie dem anderen seinen Anteil, denke ich, ein Stück weit auf einer fairen Ebene. Und das fand ich interessant, dass das deine ersten Reaktionen auch waren so darauf. Genau. ja, also ich denke, das hat schon auf jeden Fall eine Daseinsberechtigung. Und die Art und Weise, wie du da rangehst, das ist auf jeden Fall eine Inspiration. genau, lass uns doch jetzt vielleicht nochmal abschließen zu dem Thema, weil du hast ja auch…

Wir sind ja von dem mobilen Arbeiten und von dem Reisethema so bisschen in diese fachlichen E-Rechnungsthemen jetzt so über den Kaffee gekommen. Lass uns doch noch mal von dem Reisethema ganz konkret auch auf einen Bereich der Katzen, die ja vorhin auch schon Thema waren, die uns im Übrigen auch beschäftigen. kommen, wenn ich es richtig gesehen habe oder auch recherchiert habe, irgendwie in Teilen im Winter schon mal auch in Spanien, irgendwie in Südspanien, in Andalusien, glaube ich, verbracht.

Sehr gut.

Und habe dann dort mitbekommen, dass eben auch die Zustände mit Straßenkatzen schlecht sind. Und auch da gibt es ein Plattformprojekt. Ist das richtig? Willst du auch noch da ganz kurz was zu sagen?

Absolut, absolut. Sehr gerne, sehr gerne. Danke, dass ich auch hierfür die Fläche bekomme. Das ist mir wirklich ein Herzensprojekt. Wir sind seit fünf Jahren im Winter immer für ein paar Wochen oder Monate in Andalusien und haben dort halt über die Jahre Kontakt bekommen mit Menschen, die sich vor Ort um Straßenkatzen kümmern, die versorgen die Kolonien und so weiter. Oder nehmen die auch mal mit, bringen die zum Tierarzt, wenn es Bedarf gibt, wenn die kastriert werden müssen.

Unbedingt.

Weil die neu ausgesetzt wurden, die Katzen, oder wenn die mal irgendwas haben. Und ein großes Problem ist halt, wie so oft im Leben, das Geld, das halt an der Stelle fehlt. Viele Spanier werfen ihre Katzen wortwörtlich in den Müll, weil sie sich die 130, 180 Euro Kastrationskosten nicht leisten können. Das ist zwar illegal mittlerweile auch, mit hohen Strafen, aber trotzdem passiert das. Und die Vereine, die es halt vor Ort gibt, die sind immer so ein bisschen, also die sind alle super bemüht, auch alle mega überlastet.

Und ein Hauptproblem, was ich gesehen habe, ist, dass es, egal in welchem Verein es geht, meistens funktioniert so eine Kommunikation, eine Bedarfskommunikation für Spenden über Facebook-Gruppen. Das ist halt einfach noch ein total altes Relikt. Irgendeiner schreibt halt mit ein paar Bildern rein, hier bitte spenden, hier ist meine IBAN oder PayPal. Das ist halt super unstrukturiert, das ist super random und auch abhängig von dem Algorithmus, weil es ist halt einfach…

Hmm.

Es ist keine gute Lösung, vor allem nicht in der heutigen Zeit. Mein Ansatz war, lass uns doch mal eine Möglichkeit schaffen, wie wir zumindest eine strukturierte Form hinkriegen, wo man weiß, da kann ich hingehen, kann ich Profile von Katzen sehen, kann ich spenden für den konkreten Bedarf von einer Katze. Diese Katze hat jetzt übermorgen eine OP, die kostet so und so viel, da sind auch 30 Euro nicht gedeckt, kann ich helfen oder nicht? Sowas gab es halt bisher nicht. Meine Idee war halt, Möglichkeit zu schaffen im Internet.

Die genau das möglich macht. Und damit ich aber halt Gelder fließen lassen kann, braucht man halt irgendeine rechtliche Form. Und hab dann ein bisschen recherchiert und jetzt am Ende einen Verein gegründet, ein e. V., der ist jetzt auch schon da, der Happy Street Cats e. V., mit Sitz in Flensburg. Und die Plattform dazu wird happystreetcats.org heißen. Die ist jetzt heute noch nicht live. Wir sind noch in den letzten Schritten der Umsetzung, aber es wird …

Es wird so eine Art Tinder für Straßenkatzen sein. Man sieht halt eine Seite, wo jetzt nicht nur steht, wir sind ein Verein und wir kümmern uns Straßenkatzen, bitte spenden, sondern es ist halt eine Plattform, wo jede Katze ein eigenes Profil bekommt mit Bildern, mit Bedarf, mit Timeline, wo dann halt gespendet werden kann für einen ganz konkreten Zweck. Natürlich kann man auch an den Verein spenden und wir würden uns dann drum kümmern. Aber wir, der Verein hat halt dann sogenannte Helfer, die im Sinne des Vereins als verlängerter Arm vor Ort arbeiten, vor Ort sind. Das heißt ganz konkret Katzen betreuen, füttern, einsammeln, zum Arzt bringen und dann im nächsten Schritt auch vermitteln. Da haben wir auch schon letztes zwei, drei Mal begleitet, dass wir halt Katzen auch in eine Adoption vermittelt haben. Also es ist halt ein Riesenthema und die Welt ist leider recht schlecht manchmal zu diesen Tieren und ich glaube, ich hoffe, dass wir halt mit dieser Plattform wirklich eine gute Möglichkeit finden, recht zügig so eine Art Better Help für Straßenkatzen, wo wir halt recht zügig auch dann den Bedarf für eine Finanzierung an einer gewissen Stelle decken können, sodass die Leute, die das heute machen, halt das nicht aus der eigenen Tasche immer zahlen müssen. Das ist halt auch crazy, was die da teilweise an Aufwand, an Herz investieren, an Geld auch investieren. Und ja.

Ich möchte einfach diesen Weg zur finanziellen Unterstützung zumindest einfacher machen und freue mich da auch total drauf. ja, der Verein, wie gesagt, steht und geht hoffentlich dann noch dieses Jahr live.

Persönliches Engagement und transparente Unterstützung (36:53)

Wir haben zuletzt auf einer unserer letzten Flugreisen, die wir vor einigen Jahren in Griechenland getätigt haben, oder nach Griechenland getätigt haben, auch so einen Verein kennengelernt. Ich muss überlegen, ob auf Kreta oder auf Kos, bin mir nicht ganz sicher. Auf jeden Fall.

Auch eine englische Familie, die das eben dort auch genauso machen. Sie sind dahin ausgewandert und haben dann eben vor Ort dann auch so einen Verein gegründet und kümmern sich eben genau die Straßenkatzen. Und uns ist das genauso eine riesige Herzensangelegenheit. sind selber, wir haben selber eine Tierschutzkatze. Wir haben selber einen Tierschutzhund seit einem Jahr, wir adoptiert haben, damit er eben jetzt nicht mehr in Kroatien in einem kleinen Zwinger irgendwie sein muss. Und dem ging es schon verhältnismäßig nicht so schlecht, vermeintlich wie manch anderen Straßenhunden. Aber also uns ist das eine Riesenangelegenheit. Ich habe das vorab nicht besprochen.

Super!

Was ich dir hier live zusage, ist definitiv eine Subvention. Ja, also ich gebe das nach dem Call an Katharina weiter, weil sie ist auch diejenige, die das managt. Aber das ist definitiv keine hohle Nuss, sondern ich verspreche dir definitiv, wir machen das gelegentlich, das war halt eben, wir sind jetzt nicht irgendwie rich oder so und können hier irgendwie paar tausend Euro umher werfen, so ist es nicht. Aber ich verspreche dir definitiv, dass du da einen Feedback kriegst im Nachhinein, jetzt unabhängig von der Episode und dass wir uns da auch in irgendeiner Art und Weise finanziell Jetzt gerade zum Jahresende, wenn zu Weihnachten sowas ist, definitiv daran beteiligen werden. Das verspreche ich definitiv. Das machen wir auf jeden Fall. Ich finde das super cool.

Toll, vielen Dank, vielen Dank schon mal. Ja, also der Verein ist, ich finde das großartig, wenn Menschen da mitmachen und ich glaube immer, diese Distanz, es halt häufig gibt zwischen, will was machen, aber ich weiß eigentlich nicht, wo es ankommt. Das ist so ein generelles Thema, wenn man halt spendet. Deswegen funktioniert ja auch so ein GoFundMe oder Better Help in der Regel besser, weil da ja ganz konkreter Zweck halt ist. Und dann fühlt man sich sehr nah dran und das gibt es halt bei Straßentieren generell nicht. Wir machen das jetzt erst mal nur mit den Katzen, weil halt der konkrete Bedarf da ist und

Ja.

Hm.

Ich glaube auch in der Zielgruppenkommunikation, also wie bei Marketing. Es gibt viele Menschen wie dich und mich, die finden alle Tiere toll und wollen überall unterstützen. Aber es gibt auch viele, die sagen, ich bin halt mehr der Katzenmensch oder mehr der Hunde-Mensch und deswegen machen wir das jetzt getrennt an der Stelle. Und ja, aber was ich sagen kann, Happy Street Cats e. V. ist ein Non-Profit. Also ich verdiene damit null Euro. Ich zahle halt, ich investiere selber in den Aufbau der Plattform, alles, was ich da technisch jetzt umgesetzt habe.

Das habe ich quasi von Null an ja auch selbst als Projekt gecodet. Die Gebühren, die bisher entstanden sind für Domain, für Konto, für Zahlungsdienstleistungen, das muss halt dann hoffentlich irgendwann der Verein auch selber tragen können. Aber klar, ist jetzt erstmal was, das lege ich aus, das mache ich alles. Und ich werde auch niemals irgendwann eine Rechnung an den Verein stellen für Dinge, die ich da umgesetzt habe, weil ich halt will, dass das eben, dass das halt für die Tiere funktioniert.

Ich habe aber auch keine Erfahrung, wie schnell oder nicht schnell sowas funktionieren kann und wachsen kann. Insofern wird sich das echt zeigen und ich werde auf jede Hilfe angewiesen sein, die ich kriegen kann. Insofern sage ich auf jeden Fall schonmal Danke für jede Unterstützung, die ich auch von dir bekomme.

Vielen

Perspektiven, persönliche Ziele und Erfolg (39:55)

Wie gesagt, ich werde das definitiv noch heute auch unmittelbar nachbearbeiten, dass wir das auf jeden Fall als To-Do offen haben, weil gerade dieses Facebook-Thema ist natürlich auch die Frage, wie souverän es abbildbar ist. Es soll auf gar keinen Fall irgendwo Schindluder getrieben werden, dass im schlimmsten Fall auch noch Gelder irgendwie veruntreut werden. Das würde jetzt den Rahmen hier sprengen. Aber wir verfolgen dieses Thema ganz aktiv, auch gerade was da in Rumänien passiert und so weiter und was dafür Geschäftsmodelle direkt auch auf EU-Geldern teilweise aufgebaut ist.

Dafür könnten wir uns von mir aus irgendwann nächstes Jahr vielleicht nochmal eine neue Episode separat vornehmen, wenn du willst. Dann laden wir uns da noch ein paar Leute ein, die sich da drüber beschäftigen. Aber fürs heute wollte ich auf jeden Fall mal in diese jeweiligen Themen kurz so reinspringen. Und ich glaube, das ist uns gelungen. Da haben wir jetzt einfach so mal von dir als vielfältige oder auch vielseitige Person, ist das bessere Wort, also so ein paar Sachen mal hier reinbekommen, denke ich, in den Podcasts. Und mir geht es einfach dabei.

Auch so bisschen die Perspektiven. Und das ist eine super Perspektive, die wir da jetzt im Endeffekt haben, Beispiel genau so was zu machen. Einfach einen gemeinnützigen Verein zu gründen und Sinnvolles zu tun und auch vor allen Dingen die, die keine eigene Stimme haben, dort zu supporten. Das ist super cool. Lieben Dank, dass du das alles hier reingepackt hast. Möchtest du noch als letztes Schlusswort irgendwie noch vielleicht eine Definition für Erfolg oder irgendein Rat mit

Danke.

Auf den Weg geben an die Leute, vielleicht über so was nachdenken, die auch so ein hybrides Modell sich überlegen oder irgendeine Art, vielleicht einfach ein schlauer Satz, dir einfällt. Hast du da irgendeine Idee, was man noch so als Schlusswort

Schlauer Satz. habe zwei Punkte. Einen wollte ich vorhin schon mitgeben, da hat es nicht mehr gepasst. Also zwei Sachen sind eigentlich wichtig. Man muss sich, glaube ich, als Unternehmer oder Gründer generell überlegen, so warum mache ich das eigentlich? Und Erfolg ist halt für jeden was anderes. Der eine will Geld und ein Porsche oder noch teures Auto. Der andere will Freiheit, Beweglichkeit, so wie ich. will einfach nur surfen gehen.

Der dritte hat wiederum andere Motivation. Ich glaube, das ist wichtig, erst mal zu wissen, was man selber eigentlich will vom Leben und wie die nächsten Jahre damit gestaltet werden sollen. Und dann kann man auch auf dieses Ziel hinarbeiten. Wenn jemand auf mehr Zeit optimiert, ist das eine andere Art der Herangehensweise als jemand, der ultra viel Geld verdienen will. Beides ist okay, aber man muss es wissen, weil unterschiedliche Ansätze dahinter sind. Und das zweite Thema, was ich noch mitgeben wollte, ist…

Da ging es, weil wir vorhin darüber gesprochen hatten, dass man nicht immer alles glauben soll, was halt ChatGPT und Co. so sagen. Ich glaube, das muss in der Natur des Menschen, der was aufbauen will, fest hinterlegt sein, dass man ständig Dinge hinterfragt, dass man den Status quo hinterfragt, dass man Aussagen hinterfragt, einfache Quellen im Chatinterface hinterfragt.

Aber auch gerne den Status quo challenged und immer wieder überlegt, geht das nicht irgendwie besser, geht das nicht anders. Ich glaube, das ist mein persönlicher Antrieb, nicht hinzunehmen, dass es Dinge so sind, wie sie sind, sondern zu versuchen, zu gestalten. Und das kann halt nur durch Hinterfragen passieren. Das heißt nicht immer permanent unzufrieden sein mit allem, aber regelmäßig hinterfragen, im Kleinen wie im Großen und danach eben neu ausrichten. Und manchmal ergeben sich daraus Business-Opportunitäten oder Katzenvereine.

Oder Rechnungsprogramme. Genau.

Und manchmal halt nicht. genau. Und manchmal sagt man aber auch einfach, okay, das ist gut so, wie wir es machen. Und auch das ist ja ein Erfolg, dann zu sagen, hey, das ist gut so, wie wir es jetzt machen, wie ich das jetzt mache. Das sind die zwei Themen, die wollte ich noch mitgeben. Und ansonsten sage ich sehr, sehr großen Dank an dich, dass ich die Plattform hier bekommen habe und vor allem auch über Happy Street Cats mal sprechen durfte. Ich glaube, das habe ich noch nirgendwo öffentlich bisher so machen dürfen.

Absolut.

Vielen, vielen Dank.

Danke, dass du das Schlusswort gerichtet hast an die Zuhörerinnen und Zuhörer. Gegebenenfalls auch, wenn es jemand bei YouTube im Nachhinein als Video, Podcast, sich anschaut und anhört. vielen lieben Dank, lieber Christian. Und ich würde sagen, wir machen für heute hier einen Deckel drauf. ja, schön, dass du hier zu Gast warst und dass du Teil von einem Podcast geworden bist. Da freue ich mich richtig sehr.

Danke, dass ich dabei sein durfte.

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