Inhaltsverzeichnis
Einleitung und Vorstellung der Gäste
Oliver Haake-Klink (00:02.45)
So, die Aufnahme läuft. Das ist eine neue Podcast-Episode, die wir heute aufnehmen. Und wir haben uns ein Thema ausgesucht und haben die Episode „Still erklärt – barrierefreie Videotutorials“ genannt. Und ich habe die freundliche Tamara Badikyan zu Gast heute. Genau, ganz kurz vorab, Tamara, bevor du dich vorstellst und deine…
uns schenkst heute. Ich weise wie immer am Anfang kurz auf unseren distriko Wertekompass hin. Das ist so ein kleines Leitwerk, wo wir ein paar Dinge reingeschrieben haben, was uns wichtig ist, wie wir auch mit Menschen umgehen möchten. Und wenn irgendwelche Zuhörerinnen und Zuhörer das Gefühl hinterher haben, dass sie gegebenenfalls dort nicht gut abgebildet sind, dann einfach an podcast@distriko.de im Nachhinein eine E-Mail schreiben und dann können wir dort sämtliche
Tamara Badikyan´s YouTube Kanal
Fragen beantworten und auch gegebenenfalls Dinge richtig stellen. Ich denke, das wird uns nicht passieren, aber so ein kleines bisschen Housekeeping am Anfang finde ich immer ist ganz gut. Und Tamara, ich werde dir eine Steilvorlage liefern. Und zwar hat Tamara einen YouTube-Kanal, der heißt auch „Still erklärt“ und nur so als kleine Hook am Anfang. 19 Videos, Inhalt, 485 Abonnentinnen und Abonnenten.
Und das meistgeklickte Video hat 43.356 Ansichten mit 30 Kommentaren und 874 Likes. Ich denke, da ist allein schon deswegen eine gewisse Relevanz von dem Thema zu erkennen. Das wollte ich einfach ganz kurz in mir, so zwei, drei Zahlen am Anfang hier, dann habe ich mir das aufgeschrieben mal. Ja, Tamara, the stage is yours. Erzähl uns was zu deinen persönlichen Beweggründen und was hast du für
Dinge mitgebracht gegebenenfalls.
Tamara Badikyan (02:01.671)
Sehr gerne, vielen Dank für die Einladung, Oliver. Vielleicht kurz einfach mich vorstellen, also ich bin Tamara Badikyan, ich arbeite als Data Analyst in Berlin und nebenbei mache ich diese Tech Tutorials, was du gerade erwähnt hast, auf YouTube. Da erkläre ich bisher nur Excel, in Videos mit sichtbaren Untertiteln, ruhigem Tempo und einfacher Sprache.
Meine ersten Videos waren still und daher kommt auch der Name vom Kanal „Still erklärt“.
Oliver Haake-Klink (02:39.901)
Okay, das ist spannend. Das bedeutet, du erklärst dort technische Informationen, die bringst du Leuten näher und wie genau ist das Thema denn vielleicht auch zum Thema der Barrierefreiheit in Verbindung zu bringen? Also hast du da irgendwie auch eine persönliche Geschichte dazu?
Persönliche Beweggründe und Barrierefreiheit
Tamara Badikyan (03:01.927)
Ja, da kann ich gerne erzählen. Also ich bin Quereinsteigerin in Data Analytics und vieles, was mir diesen Quereinstieg ermöglicht hat, habe ich dank YouTube gelernt. Deshalb habe ich vor meinem Partner immer wieder so geschwärmt von YouTube, wie viele kostenlose Videos da gibt, wie viel man kann lernen und seine Reaktion darauf, mein Partner ist schwerhörig, seine Reaktion darauf ist ja… ja.
Das ist einfach für dich. Weil für ihn diese Videos sind anstrengend. Die automatischen Untertiteln, besonders wenn die Sprache voll der Fachjargon ist, ist nicht so einfach zu folgen. Und besonders auch, wenn man die Screencast Tutorials guckt, also die Videos, wo das Bildschirm abgefilmt wird. Da wird normalerweise…
Oliver Haake-Klink (03:56.589)
Mhm.
Tamara Badikyan (03:58.247)
schnell gesprochen und gleichzeitig etwas gezeigt. Man sollte den Untertiteln folgen und die Demonstration beides in zur selben Zeit und ganz oft. Also mein Partner erzählt, dann ist es bei ihm diese Lücke und dann muss raten und dann schauen, nochmal raten und quasi dieselbe Videos, die mir neuen Beruf ermöglicht haben, waren für ihn kaum nutzbar.
Das war dann schon der Anstoß, selber Tutorials zu erstellen. Und den klein möglichen Schritt für mich zu wagen, fiel Entscheidung auf Excel, weil ich das nutze in meiner alltägliche Arbeit und sogar unterrichtet habe Excel. Und habe ich auch kurz recherchiert im Netz und gesehen, also auf YouTube,
Es sind keine Excel Tutorials, geeignet sind für diese Zielgruppe. Dann dachte ich mir, vielleicht habe ich eine Nische gefunden. Ja, allerdings eine andere Schwierigkeit war, meine Gebärdenkenntnisse nicht gut genug, ich kann nicht durchgängig gebärden. Deswegen die Videos sind nur ab und zu Gebärden, wo ich…
Oliver Haake-Klink (04:57.549)
Hmhm.
Ja.
Tamara Badikyan (05:21.319)
keine technischen Sachen erklären, sondern zwischendurch Sachen wie: ‚Das kann schnell gehen‘ oder ‚Das spart dir Zeit‘. Aber vielleicht kann ich dazu später erzählen, meinen immer noch Struggles zu gebärden, obwohl ich keine perfekten Kenntnisse habe. Anfängerin kann man auch sagen, in DGS, in der deutschen Gebärdensprache.
Oliver Haake-Klink (05:29.933)
Mhm.
Oliver Haake-Klink (05:37.824)
Ja.
Ja.
Oliver Haake-Klink (05:50.35)
Okay, ist ja stark. Da bist du mir technisch und auch vom Wissen her voraus. Ich habe mich auch bisher mit dem deutschen Gebärdensprach-Thema auch nur oberflächlich beschäftigt und wir haben auch gerade aktuell, kann ich vielleicht auch kurz hier erwähnen, unser eigenes Leistungsportfolio professionell in einem deutschen Gebärdensprach-Video vertont und mit, also in Bildern und in Ton produziert und haben das veröffentlicht auch.
einfach auch letztendlich aus Marketing-Sicht das Wissen letztendlich zu transferieren und auch mit bestem Beispiel voranzugehen. Das ist auch nur so kurz als kleiner Werbeblock in dem Zusammenhang. ich finde es halt super spannend, vor allen Dingen auch, wenn man dort die Zielgruppe abbildet, im besten Fall. Also wenn man auch wirklich Dolmetscherinnen und Dolmetscher oder auch letztendlich die Personen, die das wirklich von sich auch tagtäglich brauchen, als
Schauspieler oder als darstellende Personen auch letztendlich, wie sagt man das genau, also im Prinzip als Gebärdensprachdolmetscher, Menschen auch beschäftigt selber. Das finde ich halt super wichtig dabei.
Tamara Badikyan (06:55.091)
Ja, das ist tatsächlich sehr wichtig. die gehörlosen oder schwerhörigen Community hat mir auch das zurückgespiegelt. Das quasi, ja, wirklich angenommen zu werden oder akzeptiert zu werden. Man braucht auf der Seite eine Muttersprachlerin, Muttersprachler, das DGS kann. Aber wenn ich das machen würde…
Oliver Haake-Klink (07:17.741)
Mhm.
Tamara Badikyan (07:23.491)
Bis jetzt verdiene ich nichts mit YouTube. Das ist quasi mein Side-Projekt. Ich mache das neben meiner voller Stelle. Das wird dann mit Kosten. Ich versuche erst mal, zu sparen. Deswegen habe ich für mich durch Experimente, also so eine Zwischenweg gefunden, dass ich nicht durchgängig, aber ab und zu so gebärde.
Oliver Haake-Klink (07:45.581)
Genau.
Oliver Haake-Klink (07:49.46)
Also du baust auch eigene Elemente mit ein dabei. Das heißt, du hast ein paar von diesen Gebärden selbst gelernt und bringst sie dann in dem Video zum Teil auch zum Einsatz.
Tamara Badikyan (08:00.623)
Genau, genau. ich habe Qualitätssicherung von meinem Partner. Ich schicke die Videos und so habe ich richtig gebärdet, weil Gebärdensprache ist eigenständige Sprache, hat eigene Grammatikregeln. Obwohl, ich muss auch sagen, meinem Partner, nutzen keine DGS, sondern lautsprachbegleitende Gebärden, das ist ein bisschen anders. Also folgt die Lautspracheregeln. Aber in Videos versuche ich DGS. Allerdings ist es alles so Experiment für mich, Oliver. Jedes Mal versuche einen Schritt besser zu werden.
Oliver Haake-Klink (08:33.261)
Mhm.
Oliver Haake-Klink (08:41.909)
Okay.
Oliver Haake-Klink (08:46.797)
ist meine Vorgehensweise. Immer autodidaktisch die Dinge selber versuchen zu umzusetzen und dann Schritt für Schritt sich in Themen reinzuarbeiten. ist auch genauso mein Weg. Ich kann auch wenig in der Theorie irgendwelche Dinge mir aneignen. Da bin ich nicht für gemacht. Ich kann besser auch die Dinge autodidaktisch mir selbst irgendwie aneignen. Das deckt sich sehr mit meiner Vorgehensweise.
Barrierefreiheit von Videos
Dann lass uns doch mal vielleicht über diese Barrierefreiheit von Videos sprechen und mal so einen Punkt weiterkommen. noch und zwar, was denkst du denn macht ein Video wirklich barrierefrei? Wenn wir das jetzt mal uns so ein bisschen in ein paar Unterpunkte aufteilen, wie würdest du das einschätzen?
Tamara Badikyan (09:32.707)
Also vollständig barrierefrei wäre dann Untertitel zum Umschalten, eine Audio-Deskription-Spur, eine Gebärdensprachenspur, Tempokontrolle und vollständiger Transkript. Das interessante daran, diese Funktionen sind nicht nur Funktionen für Barrierefreiheit, sondern auch Lernfunktionen, Lern-Features.
Oliver Haake-Klink (09:59.854)
Ja.
Tamara Badikyan (10:00.291)
Ein Beispiel, wer schon mal einen Kurs über edX oder Udemy gemacht hat, kennt das. Da läuft dann das Transkript direkt neben dem Video mit und man kann also gleichzeitig lesen und hören, das Tempo einstellen und im Transkript kann man auch Schlagworte eingeben. Moment mal, was war das? Also immer nachschlagen und nachlesen und also diese ganze
Barrierefreiheitsfeatures dann helfen einem zu lernen. Ist das nicht so Oliver?
Oliver Haake-Klink (10:34.009)
Das kann ich zu bestätigen. 100 % Ich bin total der Fan davon. Also ich habe mich selbst auch für einen Kurs, wo es das barrierefreie Lehren ging, vorbereitet und habe dort auch einen Kurs besucht und auch ein Zertifikat abgeschlossen. dort habe ich auch ganz gezielt mich darauf vorbereitet, mir Dinge auf die Art und Weise zu… Also ich habe zum Teil Videos gesehen, die untertitelt waren, dort auch den Inhalt einfach aus verschiedenen…
Sinnen wahrnehmen zu können.
Und das ist, ich, absolute Unterstützung. Also Untertitelung generell, man auch… Manchmal fehlen ja auch nur einzelne Wörter, die man vielleicht vom fachlichen her nicht richtig kennt oder wenn es Themen geht, die einem fremd sind, dann erbringt das oft ganz viel. Oder im Social Media Bereich sowieso. Das ist nachgewiesen. Also dass nahezu alle Konsumenten im Internet die Videos auf Social Media-Kanälen konsumieren. Ein Großteil dieser Leute hat Untertitelpräferenz. Das ist nachgewiesen.
Tamara Badikyan (11:06.403)
Mhm.
Oliver Haake-Klink (11:36.035)
verpasst wirklich viel, wenn man einfach dort einen geringen Wert drauf legt, wie die Qualität von Untertitelung ist. Das sehe ich genauso.
Tamara Badikyan (11:44.707)
Ja, genau, also noch mal zu diesen Lernbedürfnissen würde ich gerne was sagen. Das ist genauso wie mit Barrierefreiheit. Also die Bedürfnisse für Barrierefreiheit. Barrierefreiheit für einen Screenreader Nutzer ist völlig anders als Barrierefreiheit für einen gehörlosen Menschen. Und für jemanden mit Legasthenie ist das auch völlig anders als für jemanden mit ADHS. Legasthenie hilft dann Audio.
Oliver Haake-Klink (11:51.38)
Ja bitte.
Tamara Badikyan (12:14.751)
klare Typografie und dann ADHS, klare Struktur, kurze Absätze, vielleicht wenig Ablenkung im Bild. dann also eine Kollegin von mir, sie kann nichts lernen übers Hören. Sie macht das ausschließlich und sie hat ein schwieriges Studium Medizin abgeschlossen. Bei mir ist eher Hören oder gleichzeitig. Also wenn ich einen langen Artikel auf
im Browser lesen muss, dann schalte ich diese Vorleserfunktion auf so höchste Geschwindigkeit und gleichzeitig. dann irgendwie diese gleichzeitig zu machen, hält mir auch so im Fokus und nicht so Ablenkung. Machst du auch so?
Oliver Haake-Klink (12:47.456)
Super.
Oliver Haake-Klink (12:51.149)
Ja.
Oliver Haake-Klink (12:55.949)
Ich es
geht mir, kann ich komplett nachvollziehen, geht mir genauso. Ich habe auch schon Studieninhalte oder Theorie wissen, was ich lernen musste, formatiert. Also wenn das eine Datei war, vielleicht auch wo Dinge überflüssig waren oder zu umfangreich waren, ich mir das auch noch bevor KI-Tools und sowas gab, habe ich mir die Textinhalte versucht in verständlicher Sprache kurz zu formulieren, also zu komprimieren den Inhalt und auch selbst das native Word-Programm, ganz normales Textprogramm, hat eine super Vorlesefunktion.
die ist super hochwertig und dann kann man auch ganz toll Dinge mitlesen und gleichzeitig mit dem Kopfhörer sich das aufs Ohr packen ist für mich auch ein super Weg da Dinge aufzunehmen oder einfacher. Also ich kann das voll nachvollziehen. Okay, dann sind wir da einen Punkt weiter. Das ist spannend auf jeden Fall.
Tamara Badikyan (13:39.811)
Mhm.
Video Produktionsablauf
Oliver Haake-Klink (13:51.104)
Gucken wir generell mal in deinen Ablauf so ein bisschen rein. Wenn du jetzt so ein Video produzierst, ist da dein Ablauf? Hast du dir da irgendwie eine Art Workflow zurechtgelegt oder so eine Art Vorgehensweise? Was kannst du da uns teilen?
Tamara Badikyan (14:08.771)
Ja gerne. Also ich habe so eine Liste von Themen, ich sammle. Es ist auf meinem Handy so Apple Notes, wenn mir was einfällt oder auch auf der Arbeit selben denke ich mir, aber das das konnte interessant sein. Moment, weil ich selben weiß ich nicht oder nutze ich auf der Arbeit, dann sammle ich das und dann an dem Zeitpunkt, wo ich ein Video erstelle,
dann suche ich mir einfach einer von diesen Punkten aus. Das ist ein bisschen so Bauchgefühlt. Und die Videoproduktion an sich fängt bei mir mit dem Thumbnail an. Thumbnail ist diese Vorschaubild und das habe ich von YouTuber gelernt. Bestimmt kennst du MrBeast. Ich glaube, man sagt, das Quote ist von ihm.
If nobody clicks, nobody watches. Und die einfach empfehlen, wirklich, bevor man das Video aufnimmt, den Thumbnail zu erstellen. Thumbnail und Titel. Und das mache ich, weil man muss darauf achten, alles, was ich in Thumbnail und in Titel versprochen habe, hält mein Video oder nicht, weil dann ist es clickbait. Oder auch die Richtung, gehe ich in der Richtung. Ich habe…
also Thumbnail zum Beispiel entschieden, es geht Zeitsparen mit Excel arbeiten. Dann muss ich in meinem Untertiteltext oder ja, den Text, dieser Aspekt hervorheben. Wenn was anderes, dann was anderes. Genau, dann fängt Thumbnail und Titel ja, Titel entstehen. Dann kommt das zu, zu Script und und für Script, ich schreibe einfach runter.
wie ich denke, zum Beispiel dieser Hook, es fängt mit diesem Hook an und dann die letzte Zeit nutze ich, muss ich sagen, immer wieder dieselbe Hook. Deine Chefin möchte von dir kurzfristig irgendwas erledigen in Excel oder also Problem, mit Problemen fange ich an. Und ich arbeite mit Claude Cowork. Da habe ich meine Prinzipien quasi dargestellt.
Oliver Haake-Klink (16:04.461)
Mhm.
Oliver Haake-Klink (16:17.869)
Ja.
Tamara Badikyan (16:26.883)
dass jeder Untertitel soll maximal so viele Zeichen haben, Untertitel darf nicht länger als zwei Zeilen sein und einfache Sprache. Dann einfach quasi schreibe da rein, wie ich denke, dass das Video laufen soll und dann der Cowork macht das nach meinen Prinzipien in einfacher Sprache. Dafür nutze ich KI.
Und wenn das Skript entsteht, dann mache ich das händisch, übertrage ich jede Zeile, quasi jede Untertitelzeile in DaVinci Resolve. Also für Video Editing nutze ich DaVinci Resolve, das kostenfreie Version, kein kostenpflichtig. Und weil ich meine Videos angefangen habe, still, deswegen alles dreht sich Untertitel.
Also Untertiteln rein und wenn ich merke, Untertiteln ist etwa lang, dann versuche ich auch den Schnitt länger machen. Ja, nach Untertiteln mache ich dann Screen-Aufnahme, wo also quasi ich zeige, ja, gehst du auf die Datei, klickst du da etc. Und da versuche ich diese Tempo. Ich struggle immer noch. Ist das jetzt zu langsam? Ist das schnell? Ich kann das nicht so gut.
Oliver Haake-Klink (17:46.029)
Mhm.
Tamara Badikyan (17:52.076)
nachvollziehen. Ich bin immer noch immer noch am lernen, weil auf die Video, was du erwähnt hast, dass es so viele Kommentare hatte, ganz viele haben geschrieben zu lange, zu lange. Und ich dachte mir, warum ist das zu lange? Weil ich das Schnitte ein bisschen länger gemacht habe. Aber Gehörlosen oder mein Partner selben gibt mir den Feedback. Ich kann nicht gleichzeitig also da lesen und da oben schauen, wo du jetzt
Oliver Haake-Klink (17:59.967)
Ja.
Oliver Haake-Klink (18:05.773)
Okay.
Oliver Haake-Klink (18:11.469)
Das
Tamara Badikyan (18:20.831)
Dein Cursor hat es, das ist zu viel. Und diese goldene Weg habe ich noch nicht gefunden.
Oliver Haake-Klink (18:27.993)
Das Gute ist ja daran, wenn ich das nativ, also YouTube selben hat ja nativ die Möglichkeit auch das Tempo zu ändern. Das heißt da sehe ich gar nicht so das riesengroße Problem. Man kann ja auch selbst bei dem Player das Tempo reduzieren oder erhöhen, wenn man das möchte sogar. Das ist jetzt so aus dem Stehgreif meine Antwort, auch die ich mir darauf selben geben würde. Dann kann man ja auch noch ein bisschen das nachjustieren. Also was ist das perfekte Sprechtempo? Ist ja super schwer.
Tamara Badikyan (18:56.419)
Mh.
Oliver Haake-Klink (18:57.225)
Also insofern könnte das vielleicht auch nochmal ein Punkt sein, aber ist natürlich spannend, dass du auch so ein paar Einblicke gibst, was du da für Software nutzt und für Skills, du angeeignet hast. Generell
Tamara Badikyan (19:11.107)
Ja!
Oliver Haake-Klink (19:12.285)
Also du musst es jetzt nicht in beteil, du musst ja uns alle deine Insights verraten. ja auch bisschen so ein bisschen. Es soll ja auch ein neugierig machen, Video. Vielleicht hat ja jemand Interesse daran, das zu erfahren. Letztendlich, das kann ich hier auch kurz erwähnen. Also Tamara ist ja dann auch darüber erreichbar über den Kanal und man kann sie sicherlich auch dort entsprechend kontaktieren. Das wird auch so sein, dass in den Show Notes hinterher ich den YouTube-Kanal auch entsprechend verlinke und so weiter. Und dann kann man ja schauen, auch gegebenenfalls was dort darüber hinaus für konkrete
Sachverhalte auch entstehen. Genau. Kannst du noch irgendwas sagen generell von dem Weg, wo du sagst, du hast da so eine Lernkurve oder auch so ein paar, du struggles noch ein bisschen oder was für, ja was ist halt noch nicht perfekt und warum ist das so generell aus deiner Sicht auch völlig in Ordnung? Wie gehst du da ran?
Feedback und Lernkurve
Tamara Badikyan (20:41.347)
Ja, das ist ganz spannend. Ich versuche jedes Mal besser verbessern und habe ich auch viel profitiert von dem Feedback von Barrierefreiheit-Experten-Community. Zum Beispiel kennst du auch vielleicht Aleksandra Schreiber hat mir gesagt, du könntest einfach Voice-Over zu deinen Videos zu tun und damit auch quasi
für Menschen mit Sehbehinderungen machen. Also total diese Voice-over auszuschließen wäre keine gute Idee. Dann dachte ich mir, okay, vielleicht mache ich das. Dann habe ich das Voice-over dazu jetzt getan. Und dann hat Olivia Richter gesagt, pass auf deine Rahmen. Ich habe am Anfang benutzt, wo ich Aufmerksamkeit lenken möchte, die Rahmen.
sind rot und sie rotieren ganz schnell. Hat gesagt, vielleicht kannst du da aufpassen. Jetzt habe ich gelbe Rahmen und die sind nicht mehr so schnell. Also jedes Mal versuche ich einen Schritt, also diese Barrierefreiheit, was man in Theorie geht, erkennt zu berücksichtigen. Aber meine Videos sind noch nicht barrierefrei. Die sind, ich würde so sagen, die sind zugänglich für die Zielgruppe Gehörlose und Schwerhörige.
Oliver Haake-Klink (21:43.851)
Mhm.
Tamara Badikyan (22:08.935)
durch sichtbare, gute Untertitel und dank einfache Sprache auch für Menschen, die einfache Sprache bevorzugen oder Deutsch nicht als erste Sprache haben oder auch einfach diese situative Behinderung, wenn man müde ist und bevorzugt einfach nicht zu viel, Fachjargon zu haben. Genau, so würde ich bezeichnen meine Video.
Barrierefreiheitsstand.
Oliver Haake-Klink (22:40.333)
Okay, ohne jetzt das Feedback, was da eingeflossen ist, zu kritisieren. Trotzdem stelle ich mir jetzt gerade bei einem gelben Fokusrahmen auch gegebenenfalls ein Kontrastproblem vor. Also wenn jetzt der Hintergrund zu hell ist und das je nach Gelb Hex-Code oder Farbton ist es vielleicht auch noch… Also man sollte vielleicht auf jeden Fall sich die Situation anschauen. Ich habe vielleicht irgendwo im Video gerade im Hintergrund…
eine weiße Tabelle ist, die jetzt einen gelben Rahmen hat, dann könnte das auch ein Kontrastproblem sein. Das fällt mir jetzt nur spontan dazu ein. ich möchte es nicht bewerten. Man müsste es im Einzelfall prüfen und gucken, wie es eingesetzt ist. Es ist sau schwierig. Es ist wirklich verdammt schwierig, universelles Design zu machen. Universelles Design ist wirklich die Königsdisziplin, weil sie hilft allen.
Tamara Badikyan (23:24.653)
Oder?
Oliver Haake-Klink (23:30.279)
Es hat niemand den Nachteil davon. Es hat keinen Schaden davon. Gute Kontraste, gute Typografie, Lesbarkeit etc. Die hat keine Nachteile, nur Vorteile. Deswegen ist es natürlich auch gut, dass du da dieses Feedback einfließen lässt. Das ist super wertvoll. Und wenn man da auch eng mit der Community zusammenarbeitet und vernetzt ist, dann …
ist das super, wenn man da auch natürlich ehrliche Rückmeldungen bekommt und die dann wiederum auch von vielleicht verschiedenen Personen sich gegenbestätigen lässt. So ähnlich wie du es schon am Anfang auch mit deinem Partner beschrieben hast. Dass wenn du jetzt vielleicht selbst Gesten lernst und die durchführst oder auch dort einbaust und dann wenn man dann noch mal eine Person hat, die das auch wirklich prüfen kann, das ist glaube ich der absolut richtige Weg.
Tamara Badikyan (24:17.411)
Ja, ja. Allerdings, also ich versuche nicht so dogmatisch draufschauen. Ich versuche auch mir selben diese Freiheit zu geben. Das ist ein Ort für mich, wo ich experimentiere und lerne und es ist okay, wenn es nicht perfekt ist. Weißt du, Oliver – wenn ich gedacht hätte, es muss alles perfekt sein, dann gäbe es kein Video. Weil ein Video, also ein fünfminütiges Video, also…
Ich brauche gute drei Arbeitstage, 21 Stunden, im besten Fall 16 Stunden. Das ist viel Arbeit, das da reingeht in diese DaVinci Resolve Editing. manchmal… Okay, ja, ich versuche, so gut wie möglich zu machen, aber das ist auch ein bisschen so… Bauchgefühl sagt, es könnte ein bisschen stärker rotieren oder so. Also, das erlaube ich mir.
Oliver Haake-Klink (25:14.093)
Ist auch so, das ist super. die Lernkurve und auch diese Bereitschaft Fehler selbst zu machen und daraus zu lernen, das ist glaube ich auch der einzig richtige Weg, den durchlaufe ich seit Jahren. Also wenn ich jetzt sehe, was ich für einen Anfangspunkt hatte und was wir jetzt machen zum Teil, wo das sich hin entwickelt hat, dann das…
Tamara Badikyan (25:17.773)
Hm.
Oliver Haake-Klink (25:37.268)
Da kommt man ja nicht einfach so mit einem Lehrbuch. Das macht man einfach autodidaktisch und auch instinktiv. Natürlich auch aufgrund der Nachfrage, entsteht und auch aufgrund von den Problemstellungen, die man eben entdeckt und wo man auch Lösungen dafür erarbeitet. Also ich finde das super spannend, Thema. deswegen fand ich es toll, dass wir da in Kontakt gekommen sind und dass wir das einfach mal heute machen und uns darüber unterhalten und hier so ein bisschen auch den Hintergrund mal beschreiben und erklären.
Das ist, wie ich denke, ganz sicher auch für Leute spannend und wir werden darüber hinaus bestimmt den ein oder anderen Rückmeldungen erhalten. Davon bin ich fest überzeugt. genau, wollen wir vielleicht noch irgendwie das Final sagen? Was für wichtige Erkenntnisse können wir denn am Ende noch mal so zusammenfassen, wie denn wirklich ein barrierefreies Video oder ein maximal von den meisten Personen wahrnehmbares Video entsteht.
Tamara Badikyan (26:39.655)
Ja, außer Theorie hier zu wiederholen, ich glaube, da hätte ich nicht so viel Weisheit sagen können. Aber was ich einfach gerne ermutigen würde, ist, man fängt einfach mit etwas an und Momentum beats Perfectionism. Einfach anzufangen, unperfekt, okay, ich weiß, es ist nicht perfekt und sich nicht so viel hinter zu fragen. Zum Beispiel, ich habe große Probleme, Stimme nachhinein zu hören. ich denke mir, mein Gott, klinge ich wirklich so. Interessanterweise Bild ist okay, mit Bild kann ich gut umgehen, aber Stimme kann ich nicht mal, also für Editing, das macht mich wahnsinnig. Und also, ja, also einfach unperfekt anzufangen und dann die Reise führt irgendwohin. Zum Beispiel, guck mal, ich sitze jetzt mit dir und in deinem Podcast, wo ich Expertinnen Experten gehört habe. Es öffnet die Tür und es macht auch Spaß. ist viel Arbeit, das da reinfließt und viel Unsicherheit. auch es ist gut zu wissen, es ist okay, nicht perfekt zu sein. Das wäre dann vielleicht meine Botschaft.
Viele sollen einfach versuchen, YouTube oder anderen Kanälen was darzustellen.
Schlusswort und Dank
Oliver Haake-Klink (28:13.921)
Super sympathisch, super spannend. Tolles Schlusswort. Ich möchte da gar nicht das in die Länge ziehen. Also wie bereits schon erwähnt, ich schreibe im Nachgang in der Nachbearbeitung auch die Informationen, die Tamara uns heute geliefert hat, beziehungsweise auch die Quellen in die Show Notes und werde das entsprechend auch so zugänglich machen und auch professionell nachbereiten. Und ja, ich danke dir ganz freundlich, Tamara, dass wir heute diese
spannende Konversation hatten und ich drück dir ganz fest die Daumen, dass wir in dem Zusammenhang die eine oder andere Sache vielleicht hier ins Rollen bringen, vielleicht auch ein bisschen Sichtbarkeit kriegen und es ist ein super spannendes Thema. Ich kann dir sehr, sehr viel Mut zusprechen, da dran zu bleiben und das weiter zu verfolgen.
Tamara Badikyan (29:06.986)
Herzlichen Dank. Dankeschön.
Oliver Haake-Klink (29:10.118)
Okay, dann vielen Dank an die Zuhörerinnen und Zuhörer vorweg auch und gerne auch, falls es irgendwelches Feedback gibt, lass uns das wissen. Auch wir sind nicht perfekt. Wir lernen mit jeder Aufnahme, mit jedem Beitrag dazu und das soll auch gern so weitergehen. Ich hoffe, das ist ein spannendes Thema und bis zum nächsten Mal. Danke, ciao.
Tamara Badikyan (29:32.547)
Tschüss.
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